Austernpilz
Pleurotus ostreatus
Der Austernpilz – auch Austernseitling – verdankt seinen Namen den muschelförmigen, grauen Hüten. Er ist ein vielseitiger Speisepilz und einer der am häufigsten angebauten Pilze der Welt.
Aussehen
Die Hüte sind 5 bis 15 Zentimeter breit, muschel- bis zungenförmig und grau, blaugrau, bräunlich oder fast weiß. Sie wachsen meist zu mehreren dachziegelartig übereinander. Die weißen Lamellen laufen weit am kurzen, seitlichen Stiel herab. Das Fleisch ist weiß, weich und riecht angenehm pilzig.
Wo er wächst
Wild wächst er an geschwächten und abgestorbenen Laubbäumen, besonders an Buchen und Pappeln. Er ist ein Winterpilz: Seine Fruchtkörper erscheinen meist vom Spätherbst bis ins Frühjahr und vertragen Frost. Angebaut wird er auf Stroh, Holz oder sogar Kaffeesatz.
Geschichte und Name
Schon Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland erste Versuche, ihn auf Holz zu züchten. Heute wird er weltweit angebaut, vor allem in China.
In der Küche
Austernpilze schmecken mild und leicht nussig, ihr Fleisch ist zart und saftig. Sie lassen sich braten, grillen, panieren – etwa als Austernpilz-Schnitzel – oder in Suppen und Risotto verwenden. Die zähen Stielansätze am besten abschneiden. Getrocknet gibt es ihn als Pulver und in Kapseln.
Literatur zum Weiterlesen
- Gminder, A.: Handbuch für Pilzsammler. Kosmos, Stuttgart.
- Laux, H. E.: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart.
