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Mykotheke

Birkenporling

Fomitopsis betulina

Der Birkenporling wächst ausschließlich an Birken – daher sein Name. Er ist in unseren Wäldern häufig und hat eine bemerkenswerte Geschichte: Auch der Mann aus dem Eis trug ihn bei sich.

Aussehen

Der Fruchtkörper ist nieren- bis hufförmig und 10 bis 25 Zentimeter breit, mit glatter, weißlicher bis hellbrauner Oberseite, deren Haut sich wie Papier abziehen lässt, und einem wulstig eingerollten Rand. Die Unterseite ist weiß und fein porig, das Fleisch weiß und zäh-korkig.

Wo er wächst

Er wächst an geschwächten und abgestorbenen Birken und ist das ganze Jahr über zu finden; neue Fruchtkörper entstehen im Spätsommer und Herbst. Als Holzzersetzer verursacht er Braunfäule.

Geschichte und Name

Der Mann aus dem Eis, der vor über 5000 Jahren in den Ötztaler Alpen unterwegs war, trug zwei Stücke Birkenporling auf Lederriemen aufgefädelt bei sich. Wozu, ist bis heute nicht geklärt. Später wurde die glatte, zähe Pilzmasse als Streichriemen zum Schärfen von Rasiermessern verwendet – im Englischen heißt der Pilz deshalb Razor Strop Fungus.

Verwendung

Als Speisepilz ist er wegen seiner zähen Konsistenz und bitteren Note ungeeignet. Getrocknet und zerkleinert wird er als Tee aufgegossen. Bei der Mykotheke stammt er aus österreichischer Wildsammlung.

Literatur zum Weiterlesen

  • Peintner, U., Pöder, R., Pümpel, T. (1998): The iceman’s fungi. Mycological Research 102(10): 1153–1162.
  • Gminder, A.: Handbuch für Pilzsammler. Kosmos, Stuttgart.
  • Laux, H. E.: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart.

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