Eichhase
Polyporus umbellatus
Der Eichhase ist ein ungewöhnlicher Porling: Statt eines einzelnen Hutes bildet er einen ganzen Strauß aus Dutzenden bis Hunderten kleiner Hütchen. Er wird auch Ästiger Büschelporling genannt.
Aussehen
Aus einem gemeinsamen, mehrfach verzweigten weißen Strunk wachsen viele runde, 1 bis 4 Zentimeter breite Hütchen mit vertiefter Mitte, hell graubraun bis haselnussbraun. Ein Büschel kann 10 bis 40 Zentimeter breit werden. Die Unterseite ist weiß und fein porig. Im Boden bildet der Pilz knollige, schwarzbraune Dauerkörper, sogenannte Sklerotien.
Wo er wächst
Er erscheint im Sommer und Frühherbst auf dem Waldboden in der Nähe alter Eichen und Buchen, aus den Sklerotien an deren Wurzeln. In Mitteleuropa ist er selten.
Geschichte und Name
In China ist der Pilz unter dem Namen Zhu Ling bekannt; damit sind dort vor allem die getrockneten Sklerotien gemeint. Der deutsche Name Eichhase bezieht sich auf sein Vorkommen bei Eichen.
Verwendung
Junge Büschel sind essbar und haben ein mildes, nussiges Aroma. Weil der Eichhase in der Natur selten ist, sollte man ihn dort jedoch stehen lassen. Für Pulver und Kapseln wird er angebaut.
Literatur zum Weiterlesen
- Gminder, A.: Handbuch für Pilzsammler. Kosmos, Stuttgart.
- Laux, H. E.: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart.
