Klapperschwamm
Grifola frondosa
Der Klapperschwamm ist besser unter seinem japanischen Namen Maitake bekannt, was „tanzender Pilz“ bedeutet. Er bildet große, gekräuselte Büschel am Fuß alter Eichen und heißt auf Deutsch auch Laubporling.
Aussehen
Der Fruchtkörper besteht aus Dutzenden fächer- bis spatelförmigen, grau- bis braunen Hütchen, die aus einem gemeinsamen, verzweigten Strunk wachsen und sich dachziegelartig überlappen. Ein Büschel kann 20 bis 50 Zentimeter breit und mehrere Kilogramm schwer werden. Unterseits sind die Hütchen weiß und fein porig.
Wo er wächst
Er wächst im Spätsommer und Herbst am Stammgrund und an den Wurzeln alter Laubbäume, vor allem von Eichen, und erscheint oft jahrelang am selben Baum. In Mitteleuropa ist er selten. In Japan wird er seit den 1980er-Jahren in großem Stil angebaut.
Geschichte und Name
Woher der Name „tanzender Pilz“ kommt, wird in Japan unterschiedlich erzählt: Die gekräuselten Hütchen erinnern an tanzende Schmetterlinge, und Sammler sollen vor Freude getanzt haben, wenn sie einen der begehrten Büschel fanden.
In der Küche
Der Maitake ist ein ausgezeichneter Speisepilz mit festem, leicht knackigem Biss und kräftig würzigem Aroma. Junge Büschel werden in Stücke gezupft und gebraten, gegrillt oder im Ofen geröstet; die Ränder werden dabei schön knusprig. Getrocknet gibt es ihn als Pulver, in Kapseln und als Extrakt.
Literatur zum Weiterlesen
- Gminder, A.: Handbuch für Pilzsammler. Kosmos, Stuttgart.
- Laux, H. E.: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart.
