Mandelpilz
Agaricus blazei Murrill
Der Mandelpilz duftet tatsächlich nach Mandeln, daher sein Name. Bekannt wurde er unter der Bezeichnung Agaricus blazei Murrill; heute führen ihn Mykologen meist als Agaricus subrufescens. Er ist ein naher Verwandter des Champignons.
Aussehen
Er sieht aus wie ein großer Champignon: Der Hut ist hell- bis nussbraun, mit feinen Schuppen besetzt und 5 bis 15 Zentimeter breit. Die Lamellen sind zuerst weißlich, dann rosa und im Alter schokoladenbraun. Der weiße Stiel trägt einen Ring. Beim Anschneiden riecht das Fleisch deutlich nach Bittermandeln.
Wo er wächst
Wild kommt der Mandelpilz in warmen Regionen Amerikas vor. Bekannt wurde er in den 1960er-Jahren aus der Gegend von Piedade im brasilianischen Bundesstaat São Paulo, von wo er nach Japan gelangte und dort unter dem Namen Himematsutake angebaut wurde. Heute wird er unter anderem in Brasilien, China und Europa kultiviert.
Geschichte und Name
Botanisch beschrieben wurde die Art bereits 1893 in Nordamerika, wo sie Ende des 19. Jahrhunderts sogar als Speisepilz gezüchtet wurde, bevor sie in Vergessenheit geriet. Erst die brasilianischen Funde und die japanische Zucht machten sie Jahrzehnte später wieder bekannt.
In der Küche
Frisch lässt sich der Mandelpilz wie ein Champignon verwenden: braten, schmoren oder in Saucen. Sein süßlich-nussiges Mandelaroma bleibt dabei erhalten. Getrocknet wird er gemahlen, in Kapseln oder als Extrakt angeboten.
Literatur zum Weiterlesen
- Gminder, A.: Handbuch für Pilzsammler. Kosmos, Stuttgart.
- Laux, H. E.: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart.
