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Raupenpilz

Cordyceps militaris · Cordyceps sinensis

Unter dem Namen Raupenpilz oder Cordyceps sind zwei verschiedene Pilze bekannt: der seltene Chinesische Raupenpilz aus dem Hochland Tibets und die Puppen-Kernkeule, die sich gut anbauen lässt. Beide leben in der Natur von Insekten.

Aussehen

Der Chinesische Raupenpilz (Ophiocordyceps sinensis, früher Cordyceps sinensis) wächst aus dem Kopf einer im Boden überwinternden Schmetterlingsraupe: Aus der mumifizierten Raupe ragt ein dünner, dunkelbrauner Fruchtkörper von einigen Zentimetern Länge. Die Puppen-Kernkeule (Cordyceps militaris) bildet kleine, leuchtend orange Keulen, die in der Natur aus Insektenpuppen im Waldboden wachsen.

Wo er wächst

Der Chinesische Raupenpilz kommt nur auf Bergwiesen des tibetischen Hochlands und des Himalaya in etwa 3000 bis 5000 Metern Höhe vor. Er wird dort im Frühjahr von Hand gesammelt und ist entsprechend selten und teuer. Die Puppen-Kernkeule ist in Europa, Asien und Nordamerika verbreitet und lässt sich auf Getreide- oder Nährsubstrat züchten. Produkte im Handel stammen heute nahezu immer aus Kultur.

Geschichte und Name

Im Tibetischen heißt der Raupenpilz Yartsa Gunbu – „Sommergras, Winterwurm“ –, weil man glaubte, er sei im Winter ein Tier und im Sommer eine Pflanze. Für viele Familien im Hochland ist das Sammeln bis heute eine wichtige Einnahmequelle.

In der Küche

In der chinesischen Küche werden getrocknete, orange Puppen-Kernkeulen gern in Suppen und Brühen mitgekocht; sie schmecken mild und leicht nussig. Der Chinesische Raupenpilz ist für die Küche zu kostbar. Im Handel findet man Raupenpilz meist als Pulver, in Kapseln oder als Extrakt.

Literatur zum Weiterlesen

  • Gminder, A.: Handbuch für Pilzsammler. Kosmos, Stuttgart.
  • Laux, H. E.: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart.

Raupenpilz im Sortiment

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