Schopftintling
Coprinus comatus
Der Schopftintling ist leicht zu erkennen: ein hoher, weißer, schuppiger Hut wie eine Mütze. Weil er jung an eine Spargelspitze erinnert, heißt er auch Spargelpilz.
Aussehen
Der Hut ist anfangs walzenförmig, 5 bis 15 Zentimeter hoch, weiß und mit abstehenden, bräunlichen Schuppen bedeckt; er öffnet sich erst spät glockig. Die Lamellen sind zunächst weiß, färben sich dann rosa und schließlich schwarz. Typisch ist, dass sich der reife Pilz vom Rand her selbst auflöst und zu einer schwarzen, tintenartigen Flüssigkeit zerfließt.
Wo er wächst
Er wächst vom Frühsommer bis in den Spätherbst auf nährstoffreichen Böden: auf Wiesen, in Parks, an Wegrändern und auf frisch aufgeschütteter Erde, oft in großen Gruppen.
Geschichte und Name
Die schwarze Flüssigkeit gab dem Pilz seinen Namen: Früher wurde sie tatsächlich als Tinte zum Schreiben und Zeichnen verwendet.
In der Küche
Junge Schopftintlinge mit noch rein weißen Lamellen sind ein feiner Speisepilz mit zartem, mildem Geschmack. Sie müssen rasch verarbeitet werden, denn schon wenige Stunden nach dem Pflücken beginnen sie zu zerfließen. Am besten in Scheiben schneiden und kurz in Butter braten. Beim Sammeln Vorsicht: Der ähnliche Faltentintling (Coprinopsis atramentaria) verursacht zusammen mit Alkohol eine heftige Unverträglichkeit. Getrocknet gibt es den Schopftintling als Pulver, in Kapseln und als Extrakt.
Literatur zum Weiterlesen
- Gminder, A.: Handbuch für Pilzsammler. Kosmos, Stuttgart.
- Laux, H. E.: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart.
