Schmetterlingstramete
Trametes versicolor
Die Schmetterlingstramete ist einer der häufigsten Pilze unserer Wälder – und einer der farbenprächtigsten. Ihre bunt gestreiften Hütchen erinnern an Schmetterlingsflügel, im Englischen an einen Truthahnschwanz (Turkey Tail).
Aussehen
Die dünnen, ledrig-zähen Hüte werden 3 bis 8 Zentimeter breit und wachsen dachziegelartig übereinander oder in Rosetten. Die samtige Oberseite ist in schmale, konzentrische Zonen in Braun-, Grau-, Ocker- und manchmal Blautönen gegliedert, der Rand ist meist hell. Die Unterseite ist weiß bis cremefarben und mit winzigen Poren besetzt.
Wo sie wächst
Sie wächst das ganze Jahr über auf totem Laubholz – auf Stümpfen, Ästen und gefällten Stämmen – und kommt fast weltweit vor. Als Holzzersetzer baut sie Totholz ab und führt Nährstoffe in den Waldkreislauf zurück.
Geschichte und Name
Wissenschaftlich heißt sie Trametes versicolor, „die Vielfarbige“; der ältere Name Coriolus versicolor ist im Handel bis heute gebräuchlich. In Japan ist sie als Kawaratake bekannt, „Pilz am Flussufer“.
Verwendung
Als Speisepilz ist die Schmetterlingstramete zu zäh. Getrocknet wird sie für Tee und Extrakte verwendet.
Literatur zum Weiterlesen
- Gminder, A.: Handbuch für Pilzsammler. Kosmos, Stuttgart.
- Laux, H. E.: Der große Kosmos-Pilzführer. Kosmos, Stuttgart.
